Die Legende besagt, dass die Schwestern Stéphanie und Caroline Tatin in ihrem Hotel im Loire-Tal im 19. Jahrhundert versehentlich die Äpfel zu lange in Butter und Zucker gatten und dann den Teig darüber legten, um den Fehler zu retten. Was entstand, war eine Meisterleistung.
Die Tarte Tatin wurde angeblich durch einen Fehler erfunden – und ist deshalb heute weltberühmt. Karamellisierte Äpfel unter knusprigem Blätterteig, gestürzt auf den Teller: ein Klassiker.
| Kategorie | Details |
|---|---|
| Zubereitungszeit | 20 Minuten |
| Backzeit | 30 Minuten |
| Portionen | 6–8 Portionen |
| Schwierigkeit | Mittel |
| Herkunft | Sologne, Loire-Tal |
Wähle Äpfel, die beim Garen ihre Form halten – Boskoop, Elstar oder Braeburn. Weiche Äpfel wie McIntosh zerfallen und ergeben eine Apfelsauce statt einer schönen Tarte.
Zutaten für eine 24-cm-Pfanne
- 1 Packung Blätterteig (ca. 230 g) oder Mürbeteig
- 6–8 mittelgroße Äpfel (Boskoop, Braeburn oder Elstar)
- 100 g Butter
- 150 g Zucker
- 1 TL Vanilleextrakt
- Prise Zimt (optional)
Zubereitung
- Äpfel schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen. Ofen auf 200°C vorheizen.
- In einer ofenfesten Pfanne (Gusseisen ideal) Butter und Zucker bei mittlerer Hitze schmelzen. Weiterköcheln, bis ein goldenes Karamell entsteht (ca. 5–8 Minuten). Nicht rühren – nur schwenken.
- Äpfel dicht gedrängt mit der Rundseite nach unten im Karamell anordnen. Bei mittlerer Hitze 10 Minuten garen, bis die Äpfel weich werden.
- Teigscheibe über die Äpfel legen und die Ränder nach innen tucken. Bei 200°C 25–30 Minuten backen, bis der Teig goldbraun ist.
- Kurz abkühlen lassen (5 Minuten), dann mutig auf eine Platte stürzen. Sofort servieren.
Das Stürzen – der spannende Moment
Die Tarte muss warm gestürzt werden – warmes Karamell löst sich von der Pfanne, kaltes klebt fest. Einen Teller mit größerem Durchmesser als die Pfanne bereitlegen, Pfanne umkehren und kurz warten. Das Karamell läuft auf die Äpfel – fertig.
Serviervorschlag
Mit einer Kugel Vanilleeis oder einem Löffel Crème fraîche servieren. Das Karamell der warmen Tarte und das kalte Eis ergeben eine perfekte Kombination. Ein Glas süßer Vouvray aus dem Loire-Tal rundet ab.
Fazit
Tarte Tatin ist der schönste Unfall der Küchengechichte. Wer sie einmal perfekt gestürzt hat und den glänzenden Karamell-Apfelspiegel bewundert, versteht warum sie seit über 100 Jahren Begeisterung auslöst.