
Labskaus entstand als Seemannsessen auf langen Fahrten: Pökelfleisch, lange haltbare Kartoffeln und eingelegte Rote Beete – das war die Grundlage. An Land hat sich das Gericht zu einer Hamburger Spezialität entwickelt, die heute zu den identitätsstiftendsten Gerichten Norddeutschlands zählt.
Labskaus ist Hamburgs kultiviertestes Essen – eine mutige Mischung aus Pökelfleisch, Rote Beete und Kartoffeln, serviert mit Matjeshering, Spiegelei und Essiggurke. Nordseeküste auf dem Teller.
| Kategorie | Details |
|---|---|
| Zubereitungszeit | 20 Minuten |
| Kochzeit | 30 Minuten |
| Portionen | 4 Personen |
| Schwierigkeit | Leicht |
| Herkunft | Hamburg, Nordseeküste |
Labskaus schmeckt nur so gut wie sein Corned Beef. Wer es selbst herstellen kann oder gutes Pökelfleisch vom Metzger bekommt, sollte das nutzen. Die Qualität des Fleisches bestimmt das Gericht.
Zutaten für 4 Personen
- 400 g Corned Beef (Dose) oder gekochtes Pökelfleisch
- 600 g Kartoffeln, gekocht
- 200 g Rote Beete (gekocht oder aus dem Glas), gewürfelt
- 1 Zwiebel, fein gehackt
- Butter, Salz, Pfeffer
- Beilage: 4 Eier (Spiegelei), 4 Matjesfilets oder Rollmöpse, 4 Cornichons
Zubereitung
- Zwiebel in Butter glasig dünsten. Corned Beef zerkleinert zugeben und anbraten.
- Kartoffeln grob zerstampfen (nicht zu fein), zugeben und vermengen. Rote Beete unterheben – sie färbt alles rötlich-lila, das ist gewollt.
- Bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten unter Wenden leicht bräunen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Spiegeleier braten. Labskaus auf Tellern anrichten, Spiegelei obenauf, Matjes und Cornichon daneben.
Fazit
Labskaus ist ein Mut-Gericht – wer es zum ersten Mal sieht, ist skeptisch. Wer es isst, ist bekehrt. Die Kombination aus deftigem Pökelfleisch, süßlicher Rote Beete, salzigem Matjes und dem Spiegelei ist kein Zufall, sondern jahrhundertealte Weisheit.