Okonomiyaki Rezept: Japanischer Pfannkuchen selbst machen

Wer die japanische Küche liebt, kommt an Okonomiyaki kaum vorbei. Der herzhafte Pfannkuchen aus Kohl, Teig und einer Vielzahl an Belägen gilt in Japan als echtes Soulfood und wird traditionell direkt auf einer heißen Eisenplatte zubereitet. Mit diesem Rezept gelingt Okonomiyaki auch zu Hause in der Pfanne – authentisch im Geschmack und überraschend einfach in der Zubereitung. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, welche Zutaten du brauchst, wie du den Teig richtig anrührst und mit welchen Tricks dein Okonomiyaki so schmeckt wie in einem japanischen Straßenrestaurant.

Okonomiyaki Rezept: Japanischer Pfannkuchen selbst machen

Was ist Okonomiyaki eigentlich?

Was ist Okonomiyaki eigentlich?

Okonomiyaki stammt ursprünglich aus der Region Osaka und Hiroshima und bedeutet frei übersetzt so viel wie „gebacken, wie es dir gefällt“. Das trifft den Kern des Gerichts perfekt, denn Okonomiyaki lässt sich beliebig variieren und an persönliche Vorlieben anpassen. Die Basis bildet immer ein lockerer Teig aus Mehl, Ei und Dashi-Brühe, in den reichlich fein geschnittener Kohl eingearbeitet wird. Je nach Region und Familientradition kommen Zutaten wie Schweinebauch, Garnelen, Frühlingszwiebeln oder Käse hinzu.

Serviert wird der Pfannkuchen klassisch mit einer süß-würzigen Okonomiyaki-Sauce, Mayonnaise, getrockneten Bonitoflocken und Nori-Streifen. Diese Kombination aus knusprigem Rand, saftigem Inneren und intensiven Aromen macht Okonomiyaki zu einem der vielseitigsten Gerichte der japanischen Küche.

Zutaten für klassisches Okonomiyaki

Für zwei große Pfannkuchen benötigst du folgende Zutaten, die größtenteils auch in gut sortierten Supermärkten oder asiatischen Lebensmittelgeschäften erhältlich sind:

  • 200 g Weizenmehl
  • 1 TL Backpulver
  • 200 ml Dashi-Brühe (alternativ Gemüsebrühe)
  • 2 Eier
  • 400 g Weißkohl, sehr fein geschnitten
  • 4 Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten
  • 100 g Schweinebauch in dünnen Scheiben (optional)
  • Neutrales Öl zum Braten
  • Okonomiyaki-Sauce
  • Japanische Mayonnaise
  • Bonitoflocken (Katsuobushi)
  • Nori-Streifen oder Aonori

Wer es vegetarisch mag, lässt den Schweinebauch einfach weg oder ersetzt ihn durch Pilze oder Tofu. Die Grundzutaten Kohl, Mehl und Dashi bleiben in jeder Variante gleich und sorgen für die typische luftig-saftige Konsistenz.

Schritt-für-Schritt-Zubereitung

Schritt-für-Schritt-Zubereitung

Die Zubereitung von Okonomiyaki ist unkompliziert, erfordert aber etwas Geduld beim Wenden. So gelingt dir der japanische Pfannkuchen garantiert:

  • Mehl, Backpulver und Dashi-Brühe in einer großen Schüssel glattrühren, bis ein homogener Teig entsteht.
  • Eier hinzufügen und gut unterrühren, bis der Teig cremig wird.
  • Fein geschnittenen Kohl und Frühlingszwiebeln unterheben, sodass der Teig die Zutaten nur locker bindet.
  • Eine Pfanne mit etwas Öl erhitzen und die Hälfte der Masse hineingeben, zu einem runden Fladen formen.
  • Schweinebauchscheiben auf dem Fladen verteilen und bei mittlerer Hitze etwa 5 bis 6 Minuten braten.
  • Vorsichtig mit einem Pfannenwender wenden und die zweite Seite ebenfalls goldbraun braten.
  • Fertigen Pfannkuchen auf einem Teller anrichten und großzügig mit Okonomiyaki-Sauce sowie Mayonnaise bestreichen.
  • Mit Bonitoflocken und Nori-Streifen garnieren und sofort servieren.

Wichtig ist, dass die Pfanne nicht zu heiß wird, damit der Teig innen gar werden kann, ohne außen zu verbrennen. Ein Deckel während der Garzeit hilft dabei, die Hitze gleichmäßig zu verteilen.

Tipps für perfektes Okonomiyaki

Damit dein Okonomiyaki Rezept auf Anhieb gelingt, lohnt sich ein Blick auf einige bewährte Tricks aus der japanischen Küche:

  • Den Kohl möglichst dünn schneiden, damit er sich gut mit dem Teig verbindet und beim Braten weich wird.
  • Den Teig vor dem Braten kurz ruhen lassen, damit sich die Zutaten optimal verbinden.
  • Beim Wenden einen großen Teller oder eine flache Pfannenhaube zu Hilfe nehmen, falls der Pfannenwender nicht ausreicht.
  • Japanische Mayonnaise schmeckt milder und cremiger als europäische Varianten und sollte nach Möglichkeit verwendet werden.
  • Für zusätzlichen Umami-Geschmack einen Teelöffel Sojasauce in den Teig geben.

Wer Okonomiyaki-Sauce nicht zur Hand hat, kann sie leicht selbst herstellen, indem Worcestersauce, Ketchup, Sojasauce und etwas Zucker vermischt werden. Diese Mischung kommt dem Original geschmacklich sehr nahe.

Variationen und Serviervorschläge

Okonomiyaki lässt sich hervorragend an unterschiedliche Geschmäcker und saisonale Zutaten anpassen. Besonders beliebt ist die Hiroshima-Variante, bei der zusätzlich gebratene Yakisoba-Nudeln und ein Spiegelei in den Aufbau integriert werden. In Osaka wiederum wird der Teig direkt mit allen Zutaten vermischt und in einem Stück gebraten.

Auch als Resteverwertung eignet sich Okonomiyaki wunderbar, da sich Gemüsereste wie Karotten, Zucchini oder Pilze problemlos unterheben lassen. Serviert wird das Gericht meist als Hauptmahlzeit, kann aber auch in kleineren Portionen als Vorspeise oder Snack gereicht werden. Dazu passt eine leichte Misosuppe oder ein knackiger Gurkensalat mit Reisessig.

Ob als geselliges Essen mit Freunden, bei dem jeder seinen eigenen Pfannkuchen nach Belieben zusammenstellt, oder als schnelles Feierabendgericht – Okonomiyaki bringt ein Stück authentische japanische Küche direkt auf den heimischen Esstisch und überzeugt mit seiner unkomplizierten Zubereitung sowie dem intensiven, vielschichtigen Geschmack.

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